Berichte über unser Jubiläum

Donnerstag: Andacht und Vortrag

Die Feierlichkeiten begannen am 9. Dezember mit einer Andacht, in der Pfarrerin Metje Steinau und Pfarrerin Heike Stöcklein Gott für seine Begleitung der Gemeindeglieder über 200 Jahre dankten. Die Gründung der ersten Gemeinde (Apostelgeschichte 2), war Grundlage der Ansprache. Darin wird deutlich, was damals wie auch heute für das Leben in der Gemeinde gilt: "Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet." Gerade in der heutigen Zeit sei es so wichtig, die Gemeinschaft am Leben zu erhalten und das zu tun, was zu tun erlaubt ist. Petrus machte den Menschen damals deutlich, dass sie beisammen bleiben sollen, denn "so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes". Im Anschluss an die Andacht erfolgte ein historischer Vortrag über die Gründungszeit der Gemeinde und ihre wichtigsten Wegmarkierungen danach. Den Vortrag gibt es in Kürze auch auf unserem You-Tube-Kanal.

Freitag: Konzert

Am Freitag fand nach längerer Zeit wieder ein Konzert in unserer Kirche statt. Armin Schmack am Horn und Wolfram Strehle an der Orgel boten Stücke, die u.a. aus der Gründungszeit der Gemeinde stammen. So erklang z.B. das "Larghetto F-Dur" von Luigi Cherubini, der von 1760-1842 lebte. Ebenfalls wurde "Auf den Flügeln des Gesangs" von Friedrich Mendelssohn (1809-1847) gespielt. Claudia Müller rundete das Programm mit Lesungen ab. Auch hier wurde darauf geachtet, dass die Autoren in der Zeit der Gemeindegründung lebten. So kamen "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" von Joseph von Eichendorff (1788-1857) ebenso zu Gehör wie "Kayser Napoleon und die Obstfrau in Brienne" von Johann Peter Hebel (1760-1826).

Samstag: "Satirische Weihnachten" mit Peter Nüesch

Am Samstag kamen die Freunde des guten Humors auf ihre Kosten. Peter Nüesch erfreute die Anwesenden mit seinen Geschichten rund um die "satirischen Weihnachten". Die Anwesenden haben es genossen, mal wieder so richtig zu lachen und sich zu freuen. Auch der Vortragende blickt erfreut auf den Abend zurück.

Sonntag: Festgottesdienst mit anschließendem Sitzempfang

Am Sonntag endete die Jubiläumswoche mit einem Festgottesdienst. Grundlage der Predigt von Pfarrerin Stöcklein war das Gleichnis Jesu über den Hausbau auf sandigem und felsigem Grund. Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachte Superintendent Rolf Stahl den Gruß des Kirchenkreises, Oberbürgermeister Dirk Meid den Gruß der Stadt Mayen und Pastor Jörg Schuh den Gruß der katholischen Schwestergemeinden. Er kam mit einem besonderen Geschenk: nach über 70 Jahren erhielt die Gemeinde den Taufstein zurück, der in der ehemaligen evangelischen Kirche in der Bäckerstraße stand. Nach der Zerstörung der Kirche am 2. Januar 1945 wurde der Taufstein als Blumenstein und als Vogeltränke genutzt. Nun ist er als Taufstein wieder in die evangelische Gemeinde zurückgekehrt. Was für ein schönes Zeichen der guten Ökumene!